24 Stunden für die Herzensband

Hallo liebe Leser & Leserinnen & … ,

heute mal ein Post außerhalb der „Reihe“.

Ich war heute, bzw. bis vor wenigen Minuten, auf einem winzigen Konzert der Lieblingsband. Die Meisten von euch werden wissen, um welche Band es sich dabei handelt, nämlich: Die Beatsteaks.

Es war der beste Abend meines bisherigen Lebens und er war all die Strapazen wert. Ich muss das JETZT sofort festhalten, denn es ist noch frisch. Ich hab mir den „Dreck“ und die „Erinnerungen“ an dieses BOMBASTISCHE Konzert noch nicht von der Haut gewaschen. Alles zu seiner Zeit.

Aber spulen wir doch zum Anfang zurück.

Freitag gaben die Beatsteaks auf ihrer Homepage // Facebookseite bekannt, dass sie am Samstag Abend ein kleines, feines Konzert im Monarch am Kotti spielen würden. VVK wäre einzig und allein bei der KOKA36. Wenn man nun den Club googlet, stellt man schnell fest, der ist WINZIG. In den Facenbook-kommentaren war schon zu lesen, dass einige vor der Theaterkasse campen wollten. (Ich für meine Wenigkeit habe diesen Post verpasst und wurde durch meine liebe Freundin Alex darauf hingewiesen. Danke an dieser Stelle!!)

Mein Herz blieb einen Moment stehen. Ich wusste, ich MUSSTE auf dieses Konzert. Ich war sogar so weit, dass ich entschieden hatte, es den FB-Kommentatoren gleich zu tun. Ich wollte, nein ich MUSSTE, die Nacht vor der KOKA verbringen.

Hier stießen wir auf Problem Nummer eins, was mich fast hätte aufgeben lassen: Allein? Freitag Nacht? Das kam für mich absolut nicht in Frage. So verbrachte ich den restlichen Tag irgendwie damit zu hoffen, dass sich jemand erbarmen würde. Auf dem Heimweg nach der Spätschicht war ich so entmutigt, dass ich sogar ein Tränchen vergoss. Dann aber fasste ich den Mut eine Twitterin anzuschreiben, (HAIII PAT) und sie zu fragen, ob sie mich bei meinem Plan unterstützen würde. Gleichzeitig meldete sich eine weitere Berliner Twitterin (HAIII KITTIE) bei mir, um mit mir den Plan für die kommende Nacht auzuhecken.

Gut.

Nach einem Zwischenstop, bei dem ich eine Konzertkarte für meinen Vater organisiert hatte, fuhr ich heim und begann zu packen. Tee, 2 Stühle, einen Hocker, eine Decke, externe Akkus. Ich war zu allem bereit. Auch dazu, 10 (!) Stunden vor der Konzertkasse auf den Start des VVK zu warten. Als wir kurz nach Mitternacht vor der Theaterkasse ankamen, waren wir die ersten und einzigen Menschen vor Ort. YESS. Ich war verwirrt, aber froh. Die 10 Stunden würde man schon iiiirgendwie rumkriegen.

Da ich die beiden Mädels zum ersten mal im Real-Life traf, hatten wir uns eine Menge zu erzählen und trotz Dunkelheit, Kälte etc. verging die Zeit recht flott. Gegen Drei trudelte die erste weitere Person ein, die für die Beatsteaks vor Ort war.

Gegen 4 schickte ich Pat heim, weil sie zu dem Zeitpunkt schon 24 Stunden auf den Beinen war. Gegen 5, als es schon wieder Hell war, trat Kittie ebenfalls den Heimweg an. Ich war mittlerweile in guter Gesellschaft und wir erzählten uns unsere Geschichten, lernten uns kennen. Es war eine lange Nacht, aber eine Nacht voller Geschichten gefüllt mit lautem Lachen.

Als ich kurz vor 10 interviewt wurde, staunte man nicht schlecht, dass ich bereits seit Mitternacht für Konzertkarten anstand. Endlich öffnete die KOKA und ich war wirklich die erste, die ihre Tickets bekam. Ticketnummer 1 & 2.

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Ich war stolz, wie bolle, überglücklich und totmüde. Ich wurde ein weiteres Mal „vor die Kamera gezogen“ und endete meinen Beitrag mit „Und nun gute Nacht“. Die noch wartenden jubelten und gratulierten mir.

Das ist eine der vielen Sachen, für die ich die Beatsteaks-Community wirklich liebe. Es wird einem gegönnt, wenn man der erste ist. Niemand wird umgerannt oder niedergetrampelt & man lernt neue Menschen kennen. Keiner guckt einen blöde an…

Ich schleppte mich also wieder heimwärts. Müde, aber stolz.

Hier angekommen ging ich recht schnell schlafen, denn ich brauchte meine Energie für den Abend. Letztendlich gönnte mir mein Körper gerade einmal 3,5 Stunden schlaf, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es wirklich mehr als genug war.

Danach ging die „Sucherei“ nach einer Begleitperson los. Am Ende bot ich das Ticket auf Twitter an und habe damit jemanden wirklich super glücklich gemacht. Bei der Übergabe zitterte sie ganz aufgeregt und ich musste sie erstmal umarmen, damit sie wieder etwas runterkommen konnte. Sie war gerührt und den Tränen nah. So konnte ich jemandem eine große Freude machen, was auch mich wirklich glücklich machte.

Ich verbrachte den Abend dann beim Anstehen mit am Morgen kennengelernten / Bekannten & Twitterbegegnungen. Als es dann in die Location ging, war ich so nervös. Aber Cora (HAIII CORA), war der Ansicht, dass ich nach vorne müsste und zog mich am Pulli (vorbei an den noch entspannenden Beatsteaks) vor die Bühne. Sie passte auf meine Wertsachen auf und ich Rockte den Shit.

Der Saal kochte vom ersten Moment an. Bereits beim dritten Song waren die Scheiben hoffnunglos beschlagen. Torsti (Torsten Scholz – Bass) malte dann ein Herz mit dem Finger an die Scheibe. (Hach)

Es wurde gedrückt es ging hin und her aber es war mir so egal. Ich hab zwar unzählige blaue Flecke aber es war der Wahnsinn. Ich wusste nicht, dass es noch besser kommen würde.

Arnim Teutoburg-Weiß, seines Zeichens Sänger der Berliner Band, fragte, wer denn als erstes an der KOKA gewesen wäre. Brav hob ich meinen Arm. Er lächelte mich an (zu dem Zeitpunkt stand ich noch mittig, also direkt vor ihm). Auf seine Frage, seit wann ich denn dort gewesen wäre, antwortete ich mit MItternacht. Er bekam große Augen und nickte beeindruckt. (Leider wurde der von ihm für mich bestellte Kaffee nicht „geliefert“, aber das war nur halb so schlimm, da ich eh keinen Kaffe trinke. Aber lieben Dank, Arnim) Der Rest der Kapelle schien ebenfalls beeindruckt zu sein.

Damit aber noch nicht genug: Ich wurde gefragt, ob ich einen Lieblingssong hätte. Ich musste kurz überlegen. Dann entschied ich mich für „To be strong“. Die Beatsteaks spielten den Song und ich sang aus voller Kehle mit, während Arnim immer wieder Blickkontakt mit mir aufbaute. Ich war so berührt und gerührt. Nach dem Song verbeugte er sich VOR MIR (Hallo? Vor mir. Ich war sprachlos, gerührt, beeindruckt, überwältigt) und warf mir eine Kusshand zu.

Später im Programm spielten sie sogar Soothe Me (der auch bei bei meinem Wunsch in der engeren Auswahl gewesen war). HAMMER. Es gab zwar eine Setlist, aber irgendwie wurde es dann doch auch zu einem Wunschkonzert. Es wurden viele alte Songs gespielt, und vom neuen Album war nur „DNA“ dabei. Den Song spielten sie direkt 2 Mal, um zu beweisen, dass Thomas (FUCKING) Götz, der beste Schlagzeuger der Welt ist. (Als hätten daran jemals Zweifel bestanden, HALLO?!)

v.l. Bernd, Torsten, Thomas, Arnim & Peter

v.l. Bernd, Torsten, Thomas, Arnim & Peter

Der Abend war so unheimlich perfekt. Kleiner Rahmen, die Band hatte verdammt nochmal richtig Bock.

Nachtrag: Die Jungs powerten sich aus, bis an ihre Grenzen und teilweise darüber hinaus. Thomas war die Anstrengung am meisten anzusehen, was jetzt nicht wirklich verwunderlich ist. Während ein paar ruhigerer Stücke (Mietzi’s Song) lehnte er erschöpft und pumpend an der Wand, begoss sich immer mal wieder mit Wasser, und trommelte dann wieder weiter, als gäbe es kein Morgen. Torstens Verstärker machte irgendwann auch nicht mehr mit und Arnims Kopf glühte rot. Aber ans Aufhören dachte niemand. Auch nicht wir Fans.

Es war schweineheiß und ich am Ende komplett durchgeschwitzt. Die Luft war super schlecht (SCHEISSEGAL) und wir wurden von den Technikern mit Wasser versorgt (Danke, Liebe Beatsteakscrew).

Als ich Bernd kurz Vor dem Ende des Konzertes lieb ansah, legte er mir sein Plek in die Hand und ich lächelte glückseelig. Die Jungs ließen sich natürlich nicht lumpen und gaben noch ein paar Zugaben. Plötzlich landete etwas in meinem Gesicht. Ich Schaute verwirrt zu der Seite der Bühne, von wo ich den Wurf vermutete. Bernd grinste wie ein Schelm und zwinkerte mir zu. DANKE für die lieben Geschenke, Herr Kurtzke <3

Handtuch, Plek & Konzertkarte - DANKE BERND

Handtuch, Plek & Konzertkarte – DANKE BERND

Dieser Abend war einer der besten Abende in meinem Leben und alle Strapazen auf dem Weg waren es wert. Denn diese Band ist was ganz besonderes. Ihr gehört seit über 10 Jahren mein Herz (und vielleicht auch meine Seele). Dieses Konzert und alles, was damit verbunden ist, wird für IMMER in meinem Herzen bleiben. Es werden noch viele Konzerte folgen, aber das hier wird garantiert unangefochten meine Nummer 1 sein. Danke, liebe Beatsteaks.

Danke an KOKA36, Pat, Kittie, Cora, Mandy (und alle deren Namen ich nicht erfahren habe).

ABER VOR ALLEM DANKE AN:

ARNIM

THOMAS

BERND

PETER

& TORSTEN

Ihr habt einmal mehr bewiesen, warum euch mein Herz gehört, warum ihr es verdient, meine Lieblingsband zu sein. Ich scheiße auf die Beulen und blauen Flecken. Ich Scheiße auf mein Schlafdefizit und meine Ängste.

Ihr seid stark, ihr macht mich stark.

In Liebe, Lärm und Glitzerstaub

(& gute Nacht)

eure Mara Muffensausen

P.S: Ich kann immer noch nicht so richtig glauben, dass das WIRKLICH passiert ist.

Nachtrag

Ich hatte das Konzert im Magnet auf Grund von Abwesenheit verpasst und daher wusste ich, dass ich ALLES versuchen musste zu diesem Konzert gehen zu können. Es hat geklappt und ich bin verdammt glücklich und dankbar für alle, die mir durch ihr Zutun diesen Abend ermöglicht haben. Daher hier ist für euch: <3

Nachdem ich nun wieder ein paar Stunden schlaf hatte, fällt mir noch so viel ein, was ich vergessen habe. Daher hier nochmal ein bisschen was zu dem fabulösen Abend.

Irgendwie scheint es mein Schicksal zu sein, einem gewissen Herren aus der Band kurz von den Konzerten über den Weg zu laufen. Auch gestern, lief Herr Götz an mir vorbei. Ich war zu dem Zeitpunkt aber so durch und aufgeregt, dass ich mich nicht einmal traute, ihn anzusehen, bzw. mich umzudrehen. Im nachhinein betrachtet, war das unnötig, aber ich weine dem Moment jetzt nicht uuuuunbedingt hinterher.

Als wir den wirklich winzigen Club betraten, saßen die Jungs wie selbstverständlich dort rum. Ziemlich coole Sache. Das verpasste dem ganzen Abend eine familiäre Atmosphäre. Ich verlor auch ziemlich schnell meine Ängste, mich zum deppen zu machen und genoss die Band aus nächster Nähe. Es war unbeschreiblich schön.

Ich glaube auch, dass der Song „To be Strong“ für mich dadurch noch mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Bevor 2 Mal DNA gespielt wurde, übrigens der einzige Song, der von der aktuellen Platte zu hören war, sollte es eine Publikumsumfrage geben. Zur Wahl stand eben DNA & Cut off the Top. Es sollte nach Lautstärke entschieden werden. Bei DNA war es fast still. Daraufhin tat die Band ein wenig beleidigt und Arnim nuschelte in englisch was ins Mikro von wegen er wisse es sei ein neuer Song und neu wär scheiße und überhaupt. Sie haben den Song, wie gestern schon erwähnt. 2 Mal gespielt. Ich habe dabei Thomas beobachtet, der so schnell trommelte, dass man seine Hände & die Sticks nicht erkennen konnte. WAHNSINN und das 2 Mal hintereinander. Ich hab wirklich großen Respekt vor diesen Menschen!

Es gab super viel Publikumsinterkation, was echt megageil war. Die Jungs guckten uns in die Gesichter, lachten und waren gut drauf. Immer wieder wurden Songwünsche reingerufen. Arnim scherzte dann „Der nächste Song heißt ‚Hier kommt Alex'“, die Band lachte und Arnim lachte ins Mikro „Nein, wir spielen nur Songs aus Berlin“ und setzte schließlich zu Teenagerliebe von ‚Die Ärzte‘ an.

An einer anderen Stelle spielte Arnim ein Riff von Led Zeppelin und mein Herz bliebt für einen winzigen Moment stehen. Ich bin durch meinen Dad ein ziemlicher Fan der Musik von Led Zepp und zu sehen, wie einer der Lieblingsmusker dieses Riff auspackt, war ein wahrer Gänsehautmoment.

Ach, und Bernd? Wir sehen uns wieder, Freundchen!

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Die nächsten Konzerte sind schon geplant!

<3