Love A – Weder Noch / Kanten

2010 ursprünglich zu fünft und unter dem Namen Love Academy gegründet, entschloss sich die junge Band aus Trier bald den Namen auf Love A zu verkürzen. Wie bei vielen jungen Menschen diente die Band zunächst dazu erste Schritte in Richtung Musik zu machen, sich auszuprobieren und eine gute Zeit zu haben. Ein Jahr nach Bandgründung erschien das Debut-Album, welches auf den Namen „Eigentlich“ hört. Im letzten Jahr erschien das dritte Album „Jagd und Hund“. So wie der Bandname schrumpfte auch die Zahl der Mitglieder. Love A waren unter anderem schon mit Turbostaat auf Tour, durch die eine enge Freundschaft zwischen beiden Bands entstand.

Dominik (Bass), Jörkk (Gesang), Karl (Drums) & Stefan (Gitarre) spielten Anfang diesen Jahres 2 Konzerte in Hamburg und Berlin, auf denen sie die auf 200 Stück limitierte 7“ Vinyl Singles für 6€ verkauften. Darauf finden sich 2 Songs, die auf die Namen „Weder noch“ und „Kanten“ hören.

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In WEDER NOCH wird unter anderem die Flüchtlingssituation in Deutschland angesprochen. Noch stärker geht es allerdings um die damit einhergehenden Vorurteile gegen gewisse Volksgruppen. Frei nach dem Motto „Das ist ja typisch…“ Der Song öffnet die Augen und zeigt, wie schnell es dazu kommt, dass Menschen stigmatisiert werden.

„Und alle wissen ganz genau was in seinem Hirn geschieht
Und dass er nur wegen Geld aus seiner Heimat flieht“

 

KANTEN befasst sich mit einem immer aktuellen Thema, der Liebe.
In der heutigen Gesellschaft kommt es durch andauernden Leistungsdruck oft dazu, dass Menschen u.a. psychische Probleme haben, die irgendwann auch ihr Umfeld belasten. Das ist leider nur schwer zu vermeiden. Was wir allerdings tun können, ist für unsere Liebsten da zu sein und uns nicht von der Dunkelheit (=der Problematik) einschüchtern oder verjagen zu lassen. Auch hier wird die Botschaft wieder ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt. Kurz gesagt, ist es ein Liebeslied für kaputte Menschen, das zeigt, wie gut es tut sich gegenseitig eine Stütze zu sein und das Liebe heilen kann. Es vermittelt aber auch das Gefühl, sich nicht dafür schämen zu müssen, nicht perfekt oder „ganz dicht“ zu sein.

 

„Wir müssen Risse haben, damit das Licht hinein kann,

wir müssen Kanten haben, damit es Risse gibt“

 

Die Band hat die beiden Songs auch auf YouTube hochgeladen, sodass man sie auch anhören kann, ohne zu den glücklichen 200 zu gehören, die sich das gute Stück in den Plattenschrank haben stellen können. Ein Downloadcode ist nicht mit dabei, was mich aber wenig stört.

 

 

Weitere Songs der Band: