Freund Kern – Augen zu und durch

Dennis Kern sollte dem geneigten Beatsteakshörer mittlerweile ein Begriff, bzw. ein (Clowns)-Gesicht sein. Nach dem Two-Drummer-Summer bei dem er Schlagzeuger Thomas Götz unterstützte, avancierte er zu einem festen Live-Mitglied der Band. Unter Perrücke und Maske steckt vor allem aber eins: Ein kreativer Kopf.

Herr Kern masterte unter anderem die LIVE MAGNET EP der Beatsteaks, die zum Record Store Day 2015 erschien, steuerte einen Song zur 2. Tomatenplatte bei und produzierte diese im Studio Wong.
Nun hat er sich vor kurzem mit einem Freund, namentlich Andreas Martini, zusammengetan und ein neues Projekt auf die Beine gestellt. Dieses hört auf den Namen Freund Kern.

Dabei entstehen in Zusammenarbeit ein Lied und ein dazugehöriges Bild. Diese Verbindung von Bild und Musik ist als Gesamtkunstwerk zu betrachten und kann nicht unabhängig von einander erworben werden. Die erste dieser Lied/Bild Kombinationen ist nun veröffentlicht worden und hört auf den Namen „Augen zu und durch“. Man kann sie als Download + Poster oder als gerahmtes Poster + Schallplatte + Download-Code erwerben.

Hier treffen wir auf die erste Besonderheit: Diese Platte wird von Dennis in Eigenarbeit geschnitten und nicht, wie sonst in der Regel üblich, gepresst. Dieses Verfahren ist unteranderem, auf eine wesentlich primitivere Weise, im Film „The Kings’ Speech“ zu bestaunen. Der Klangqualität tut das, meinen Ohren zufolge, keinen Abbruch.

Stolze 11 Minuten und 10 Sekunden misst das Stück und nimmt einen mit auf eine kleine Reise, an deren Ende man nicht das Gefühl hat gerade 11 Minuten aufmerksam zugehört zu haben. Dennis versteht es zu unterhalten, kleine Prisen, wie das Vogelgezwitscher, einzustreuen und lässt sich von keinen Vorgaben, die „optimale“ Länge eines Songs betreffend, einschüchtern. Wird es das Instrumentalstück in die Charts schaffen? Wahrscheinlich nicht. Aber das muss es auch gar nicht. Es ist eine Herzensangelegenheit, die nicht auf die Unterhaltung von Massen abzielt. Davon gibt es ja auch wahrlich schon genug. Hier entsteht Musik der Liebe zur Musik wegen, nicht um den Ansprüchen anderer zu genügen. Das macht das ganze Projekt unglaublich liebenswert. Und dann ist da noch die elektronische Zither, ein in der modernen Musik selten zum Tragen kommendes Instrument, was sich wunderbar zwischen Gitarre,Schlagzeug & co schmiegt, vorsichtig auf sich aufmerksam macht und dem Song eine einzigartige Note verleiht.

 

Freunf Kern

 

Der Zusammenhang zwischen dem Bild und dem Lied erschließt sich mir (leider) noch nicht ganz, aber ich bin, was Kunst in Bildform angeht, auch wirklich kein Maßstab. Hin und wieder muss man aber auch nicht alles hinterfragen oder verstehen, um es wertschätzen und / oder genießen zu können.

Hier könnt ihr in das Lied reinhören um euch einen Eindruck davon zu machen, was euch akkustisch erwartet.

Wie ihr an das Gesamtkunstwerk, Antworten auf eventuelle Fragen und Infos kommt, könnt ihr auf der Facebookseite erfahren.

Ich verbleibe mit Spannung und Vorfreude auf all das, was uns dieses Duo noch bescheren wird.