Gastbeitrag #04 – Fjørt: Kontakt

Der Monat nähert sich dem Ende und ich darf euch heute wieder einen Gastbeitrag präsentieren.

Nicole hat auch einen eigenen Blog, auf dem sie unter anderem auch über die Musik schreibt, die sie bewegt.

Aber nun genug meiner Worte, lassen wir nun ihre sprechen:

 

Jetzt schreibe ich also endlich meinen Gastbeitrag über mein Lieblingsalbum. Wer sich an dieser Stelle noch fragt, wer „ich“ ist: Nicole, 21 Jahre alt und im Internet weitestgehend unter dem Pseudonym misstraurig bekannt.

Viel spannender finde ich allerdings die Frage, worum es sich bei meinem Lieblingsalbum handelt und wieso das eigentlich so ist. Ausgesucht habe ich mir nach einigem überlegen „Kontakt“ von FJØRT. Es waren noch so einige andere in der näheren Auswahl, aber obwohl Kontakt erst im Januar diesen Jahres erschienen ist, habe ich es doch ziemlich schnell in mein Herz geschlossen und höre es seitdem regelmäßig.

Ich kenne die Band tatsächlich erst so richtig seit letztem Jahr und das, obwohl sie, genau wie ich, aus Aachen kommen. Eigentlich sind daran aber auch nur Adam Angst schuld. Deren Gitarrist David ist nämlich bei FJØRT am Bass vorzufinden.

Vom Namen her kannte ich sie auch schon früher, vielleicht weil ich ihre Platten im Plattenladen gesehen habe oder so etwas. Allerdings habe ich sie irgendwie immer für eine norwegische Black Metal Band gehalten und ihre Musik deshalb nie angehört. Wie man sich nur täuschen kann!

Neben dem diesjährigen Album hat die Band bereits 2012 eine EP unter dem Namen Demontage veröffentlicht und zwei Jahre darauf das erste Album D’accord.

Aber das ist eigentlich auch genug der Trivia. Warum finde ich die Band und das aktuelle Album denn nun so toll?

Naja, ich weiß gar nicht, ob ich die Frage so richtig beantworten kann, aber hier ein Versuch.

Die Musik und vor allem die Texte sind meinem Empfinden nach sehr gefühlvoll – und damit meine ich keineswegs romantisch, sondern eher wütend, traurig oder entschlossen. Ich meine diese gute Mischung zwischen „In die Fresse“ und diesem wohligem Gefühl, dass Lieblingsmusik nun einmal bereitet.

Für mich ist Kontakt eines dieser wenigen Alben, die ich in jeder Situation und bis zu einem gewissen Grad auch in jeder Stimmungslage anhören kann, aber besonders wenn ich weniger gute Phasen habe, höre ich oft und gerne. Vielleicht auch, weil ich mittlerweile so viele schöne Momente damit verbinde, die ich 2016 eben schon erleben durfte.

Schlaflose Nächte in Nürnberg und am Kölner Hauptbahnhof, verschlafene Fahrten nach Hamburg und wundervoll verbrachte Zeit mit Lieblingsmenschen. Ein Ausflug auf ein Dorf das aus einer Kneipe und einer Scheune bestand. Eine spontane und völlig chaotische Fahrt von Frankfurt nach Braunschweig. An das alles denke ich mittlerweile, wenn ich an FJØRT denke.

Und wenn ich so in meinen virtuellen Terminkalender gucke, wird es von diesen Erlebnissen dieses Jahr hoffentlich – nein, eigentlich ganz sicher! – noch ganz, ganz viele geben, denn im Herbst steht schließlich auch noch eine Tour an.

Die A-Tour zum aktuellen Album haben FJØRT im Februar und März gespielt. Besonders erwähnsnswert ist dabei die Setlist, die zu großen Teilen aus Songs von eben diesem neuen Album bestanden. Nach einer Umstellung der Setlist zwischen den Konzerten in Berlin und Frankfurt bekam ich dort sogar einen meiner Lieblinge von Kontakt zu hören, nämlich Belvedere.

Kontakt ist eine Platte, die unglaublich gut fürs Herz ist, die aber gleichzeitig auch immer wieder wehtut. Einfach weil hier Worte für Gefühle und Empfindungen gefunden wurden, die mir immer gefehlt haben. Das live zu sehen und zu hören ist so emotional, ganz besonders mit der sehr energiereichen Show. Zu sehen, wie sehr auch die Band all die Worte fühlt und rausschreit, lässt mich das alles noch viel mehr glauben.

 

Nicole hat auch eine Playlist für euch mit ihren liebsten Fjørt Songs erstellt. Lieben Dank dafür und für diesen Beitrag! Schaut doch auch mal bei ihr vorbei.

 

eure

Mara Muffensausen