Fresh Nu – late to the Underground: Hadestown

Das Albumcover - alle Rechte an jenem liegen beim Label Righteous Babe

Mein Name ist Nuocu, oder kurz Nu, ich mag Wortspiele, Schachtelsätze und Musik. Im Unterschied zu Mar fasziniert mich das Radio mehr als der Plattenteller, aber Magie bleibt Magie bleibt Musik. Ansonsten spiele ich selbst gelegentlich E-Bass, schreibe, allerdings nicht über Musik, für das Mitgliedermagazin der Grünen Jugend und bin in die Studierendenvertretung meiner Uni gewählt. Mar hat mich eingeladen, zu diesem Blog beizutragen.

Ich toure nicht mit Bands, ich höre viel zu selten Radio und wenn dann keine Newcomer oder Top40. Ich bin in keiner Szene richtig tief drin und so bekomme ich viel weniger von neuer, spannender Musik mit, als ich gerne würde. Deswegen das Motto hier: Late to the Underground.

Heute: Wir stecken den Autor Rick Riordan, der unter anderem Percy Jackson ersann, den Singer-Songwriter Glen Hansard, der unter anderem Once und Falling Slowly schrieb, und Freizeitsuperheld Lin-Manuel Miranda, der über Hamilton das gleichnamige Musical schrieb, in den Mixer. Heraus kommt ein Werk, das griechische Mythologie aufgreift, Musik, von Hand gemacht – und später auch ein Musical. Hadestown. Geschrieben und gesungen von Anaïs Mitchell – auf dem Konzeptalbum arbeiten aber noch eine Menge anderer Menschen mit. Am bekanntesten vielleicht Justin Vernon – die Stimme von Bon Iver.

Das Album erzählt die Geschichte von Orpheus und Eurydike, musikalisch irgendwo im  Folk verortet, irgendwo tauchen auch progressivere Klänge auf, könnte dann schon fast auch Pink Floyd zwischen Singles gewesen sein. Sprechgesang, Wortspiele, Bläser und Streicher auch mal Offbeat. Groove.

Und ich schreibe dieses Review 7 Jahre nach Release als hätte ich vor 10 Minuten die Promo ausgepackt. Late To The Underground.

Dazu am besten Mal reinhören. Ich empfehle Our Lady of the Underground (Apple MusicSpotify) – besungen wird Persephone, Tochter von Zeus und Demeter. Und weil es bei mir wohl nie ohne politischen Bezug gehen wird: Why We Build the Wall (Apple MusicSpotify) – über die Illusion, dass wir Mauern bauen können, um uns frei zu machen, weil all das, was uns unfrei machen könnte, draußen bleibt.